<<< zurück weiter >>>
1  Frieden oder Krieg  Biographie einer Brücke

Am Ende des Zweiten Weltkrieges steht die Brücke von Remagen für einige Tage im Zentrum der welthistorischen  Ereignisse:  Die Einnahme der noch intakten Rheinbrücke durch amerikanische Soldaten am 7. März 1945, die als
„Wunder von Remagen“ in die Geschichtsschreibung eingeht, ermöglicht den alliierten Truppen einen unverhofften Übergang über den Fluss.  Der amerikanische General Dwight D. Eisenhower wird mit den Worten zitiert, die Brücke sei ihr Gewicht in Gold wert – Hitler tobt, er vermutet Sabotage und lässt fünf seiner Offiziere durch ein Fliegendes Standgericht zum Tode verurteilen.  Zehn Tage später stürzt die stark beschädigte Brücke ein.

Erbaut wird die Brücke von Remagen im Ersten Weltkrieg auf Drängen des deutschen Militärs, um den Versorgungsweg zur Westfront zu verkürzen.  1918 fertiggestellt, gibt Kaiser Wilhelm II. ihr den Namen des Generals Erich Ludendorff. Deutsche Soldaten, die aus dem Ersten Weltkrieg heimkehren, gehören schließlich zu den ersten Brückengängern.  In der Zwischenkriegszeit dient die Brücke dem friedlichen Hüben und Drüben zwischen den Ufern des Flusses und dem Ausflugsverkehr in die Eifel und an die Ahr. 

Kurz vor dem Einsturz der Brücke führen Amerikaner deutsche Soldaten über die Brücke in die Kriegsgefangenschaft.