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2  Die verflixte Brücke  Bombenkrieg in Remagen



Anfang Oktober 1944 werfen die Amerikaner die ersten Bomben auf die Brücke von Remagen.  Die schwersten Angriffe erlebt die Stadt um die Jahreswende 1944/45.  Es gibt viele Tote und Verletzte – allein während des schweren Bombenangriffs am Mittag des 2. Januar 1945, bei dem 127 Bomben mit je 450 kg und 82 Bomben mit je 900 kg abgeworfen werden, sterben 28 Zivilisten und 8 Soldaten.

Zahlreiche Frauen verlassen in diesem Winter morgens mit ihren Kindern die Stadt, um den Tag im Schutz der bis Ende Januar tief verschneiten Wälder zu verbringen.  Die Erpeler Bevölkerung auf dem gegenüberliegenden Rheinufer sucht in dem Eisenbahntunnel unter der Erpeler Ley Zuflucht.

Am 3. März des Jahres enden die Bombenangriffe der Amerikaner. 

Bis zum Frühjahr 1944 sind die Bombenangriffe auf Remagen Begleiterscheinungen der alliierten Angriffe auf die großen Industrie- und Verkehrszentren an Rhein und Ruhr.  Mit dem Vormarsch der alliierten Truppen nach ihrer Landung in der Normandie im Juni 1944 ändert sich die Situation:  Der Mittelrhein wird Ziel von Bombengeschwadern.  Das hat dramatische Folgen für die Menschen in Remagen.