<<< zurück weiter >>>
3  „Die Wacht am Rhein“  Deutscher Soldatenalltag an der Brücke



Nach der Einnahme der Brücke durch die 9. US Panzerdivision intensiviert die Wehrmacht ihre Anstrengungen, den Rheinübergang zu zerstören.  Am 17. März, dem Tag des Brückeneinsturzes, wird sogar die von der Propaganda als „Vergeltungswaffe" bezeichnete V2 auf die Brücke von Remagen abgefeuert – der einzige Einsatz der V2-Rakete gegen ein deutsches Ziel.  Propagandaminister Joseph Goebbels widmet der Einnahme der Ludendorff-Brücke viele Tagebuchaufzeichnungen.  

In den ersten Kriegsjahren verbringen die Soldaten der „Brückensicherungskompanie“ ihren Alltag mit Wacheschieben, Übungen und Sport.  Nach der Invasion in der Normandie am 6. Juni 1944 beginnen die Alliierten, systematisch Angriffe gegen die deutschen Rheinbrücken zu fliegen.  Das Rhein-Ahr-Gebiet ist als Rückzugsgebiet deutscher Truppen ab Herbst 1944 Ziel der alliierten Bomber.

Die deutsche Führung misst der Brücke von Remagen bis zum Frühjahr 1945 keinerlei strategische Bedeutung zu.  Truppen sind im mittelrheinischen Raum kaum stationiert.  Wegen des raschen alliierten Vormarsches wird die Brücke am 6. März 1945 zur Sprengung vorbereitet.  Alle Zerstörungsversuche scheitern.  Hitler vermutet Verrat, setzt am 9. März ein Sondergericht ein und befiehlt, alle Verantwortlichen standrechtlich zum Tode zu verurteilen.