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7  Zwischen Remagen und Prager Frühling  Hilmar Pabel als Kriegsdokumentarist

Hilmar Pabel - einer der bedeutendsten Fotoreporter und Kriegsberichterstatter des 20. Jahrhunderts - knüpft seit seiner Tätigkeit als Fotograf einer in Remagen stationierten Propagandakompanie immer wieder an die historischen Ereignisse um die Brücke von Remagen an.

Pabel (1910 – 2000) dokumentiert im Winter 1944/45 die Bombenangriffe auf Remagen.  Nach dem Krieg besucht er die Überlebenden von damals immer wieder mit seiner Leica-Kamera.  Es entsteht eine von menschlicher Anteilnahme geprägte Reportage über eine Remagener Familie im Laufe der Jahrzehnte.
1968 wird Pabel von der Zeitschrift „Stern“ in die Tschechoslowakei geschickt, um dort die Dreharbeiten zu dem amerikanischen Spielfilm „Die Brücke von Remagen“ fotografisch zu begleiten.  Die Dreharbeiten finden ein jähes Ende, als am 20. August 1968 sowjetische Truppen in Prag einfallen und den als
„Prager Frühling“ in die Geschichtsschreibung eingegangenen Reformprozess gewaltsam stoppen.  Wieder ist Krieg.  Hilmar Pabel – als Beobachter einer Kriegsfilmproduktion nach Prag gekommen – ist plötzlich wieder als Kriegsberichterstatter am Ort. 


Ob in Remagen, Prag oder Vietnam:  Hilmar Pabel hat seine Fotografie immer als friedenstiftendes Instrument gegen Gewalt, Not und Hunger verstanden.