Die Friedenskapelle

 

Die Friedenskapelle - Foto: © Cornely Verlag, D 53489 Sinzig am Rhein 

Da in Remagen nichts an das Kriegsgefangenenlager erinnerte, wuchs in Bürgermeister Kürten der Wunsch, auf dem ehemaligen  Lagergelände eine Kapelle für die „Schwarze Madonna" zu errichten.

Dieser Wunsch wurde zusammen mit einem Foto der Figur und einem Spendenaufruf in der Weihnachtszeit 1984 von der "Deutschen Presse Agentur" verbreitet.  Das Echo war überwältigend.

Schon am 22. Juni 1985 konnte der Grundstein für die Kapelle gelegt und ein großes Erinnerungskreuz errichtet werden.  Laufend gingen Spenden ein - insgesamt über 300.000 DM.

Die Schwarze Madonna in der Friedenskapelle

Frühling

Die Friedenskapelle

Bereits zwei Jahre später war der Bau vollendet.  Am 9. Oktober 1987 wurde die Kapelle in einem feierlichen Gottesdienst eingeweiht. Dazu waren mehr als 1.200 Besucher - ehemalige Kriegsgefangene mit ihren Angehörigen - nach Remagen gekommen.

Bekrönt wird die Kapelle von einem Dornenkranz, der auch an die Stacheldrahtumzäunung erinnert.  Wind und Regen können durch die offene Zeltkonstruktion hindurchfegen wie im Frühjahr 1945 durch das Lager.  Die Madonna hat ihren Platz in einer vergitterten Stele gefunden.  Inschriftentafeln erinnern an das Leiden der Gefangenen, mahnen aber auch für die Zukunft:

Frühere Fehler dürfen nicht wiederholt werden.

Vergeltung ist keine Liebe und Haß kein Boden,

auf dem Frieden gedeihen kann.