Die Schwarze Madonna

Die Schwarze Madonna - Foto: © Cornely Verlag, D-53489 Sinzig am Rhein 

Nach Eröffnung des Friedensmuseums 1980 wandten sich viele ehemalige Kriegsgefangene an den damaligen Bürgermeister Hans Peter Kürten mit der Bitte, doch auch an ihr Schicksal zu erinnern. Kurze Zeit später erfuhr Kürten, dass im Kripper Pfarrhaus eine Madonnenfigur aufbewahrt wurde, die ein Lagerinsasse während jener Leidenszeit gestaltet hatte.  Aus ungebranntem Lehm geformt war sie mehrfach in Leinöl getränkt worden, um sie vor dem Zerbröckeln zu bewahren.  So hatte sie ihre dunkle Farbe und später den Namen „Schwarze Madonna" erhalten.

Nach langwierigen Recherchen konnte Kürten in Erfahrung bringen, dass die „Schwarze Madonna" von Professor Adolf Wamper aus dem Lehm des Kriegsgefangenenlagers modelliert worden war.   Doch der Bildhauer war inzwischen schon verstorben.